Die Top-Ideenkiller im Unternehmen

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Wenn sich beschreiben lässt, welche Quelle einer Idee zugrunde liegt, so lässt sich auch die Quelle für das Vernichten einer Idee ausfindig machen. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ein Unternehmen bereits alle Anlagen für neue Geschäftsideen im eigenen Haus vorliegen hat. Allerdings gibt es zwei Topideenkiller, die es zu vermeiden gilt.

Mangelnde Vertrauenskultur

Hauptkiller ist tatsächlich eine Unternehmenskultur, die jeden Gedanken sofort kritisch beäugt. Sätze wie „Das haben wir schon immer so gemacht“ oder „Das ist doch nicht innovativ“ sind Paradebeispiele dafür. Wobei die Aussage „Das ist nicht innovativ, das hat man schon vor fünf Jahren woanders gemacht“ auch ein Hinweis darauf sein kann, dass der Zeitpunkt reif ist. 

Eine Idee ist eben das ungewöhnliche Kombinieren von Informationen, sonst wäre es keine Idee. In einem Umfeld von Kritik und mangelndem Vertrauen führt das Äußern von neuen und gesponnenen Gedanken schnell zu einem sozialen Nachteil bei Kollegen und Vorgesetzten. Daher werden sie oft nicht geäußert.

Mit niemanden darüber sprechen

Der Austausch mit Kollegen und Freunden über zu lösende Probleme oder mögliche Ideen ist unersetzlich. Gerade im Gespräch mit anderen sortieren wir Gedanken neu und verstehen die Zusammenhänge besser. Dabei muss das Gegenüber noch gar nichts dazu gesagt haben. Darüber hinaus weist uns erst ein Gesprächspartner auf logische Brüche und wirklich naheliegende Zusammenhänge hin.

Im Silicon Valley spricht jeder über seine digitalen Ideen. Ziel ist es, nicht zu lange an irrelevanten Ideen festzuhalten oder gar an etwas zu arbeiten, womit sich bereits ein anderes Team befasst. Eine Idee selbst ist noch kein Geld wert, erst ihre Umsetzung. Daher ist es töricht, mit niemandem darüber zu sprechen.

Stephan Preuss